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Anfänge
Schlacht von Solferino (1864) - Initialereignis zur Gründung der Rotkreuz-Bewegung. ©gemeinfrei (Wikipedia)
Schlacht von Solferino (1864) - Initialereignis zur Gründung der Rotkreuz-Bewegung. ©gemeinfrei (Wikipedia)
Die Schlacht von Solferino war die Entscheidungsschlacht im Sardinischen Krieg zwischen dem Kaisertum Österreich und dem Königreich Sardinien und dessen Verbündetem Frankreich unter Napoléon III. Durch die Niederlage der Österreicher bei Solferino am 24. Juni 1859 wurde der Krieg von Sardinien gewonnen und der Weg zur Einigung Italiens eröffnet.
 
Während einer Geschäftsreise wurde Henry Dunant im Juni 1859 in der Nähe der italienischen Stadt Solferino Zeuge der erschreckenden Zustände unter den Verwundeten nach einer Schlacht zwischen der Armee Österreichs sowie den Truppen Sardinien-Piemonts und Frankreichs. Über seine Erlebnisse schrieb er ein Buch mit dem Titel Eine Erinnerung an Solferino, das er 1862 auf eigene Kosten veröffentlichte und in Europa verteilte. In der Folge kam es ein Jahr später in Genf zur Gründung des Internationalen Komitees der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege, das seit 1876 den Namen Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) trägt. Die 1864 beschlossene Genfer Konvention geht wesentlich auf Vorschläge aus Dunants Buch zurück. Aufgrund geschäftlicher Probleme wurde er danach aus der Genfer Gesellschaft ausgeschlossen und lebte rund drei Jahrzehnte lang in Armut und Vergessenheit. [Wikipedia]
Erste Genfer Konvention von 1864 - ©gemeinfrei (Wikipedia)
Erste Genfer Konvention von 1864 - ©gemeinfrei (Wikipedia)
Die Genfer Konventionen, auch Genfer Abkommen genannt, sind zwischenstaatliche Abkommen und eine essentielle Komponente des humanitären Völkerrechts. Sie enthalten für den Fall eines Krieges oder eines internationalen oder nicht-internationalen bewaffneten Konflikts Regeln für den Schutz von Personen, die nicht oder nicht mehr an den Kampfhandlungen teilnehmen. Die Bestimmungen der vier Konventionen von 1949 betreffen die Verwundeten und Kranken der bewaffneten Kräfte im Felde (Genfer Abkommen I), die Verwundeten, Kranken und Schiffbrüchigen der bewaffneten Kräfte zur See (Genfer Abkommen II), die Kriegsgefangenen (Genfer Abkommen III) und die Zivilpersonen in Kriegszeiten (Genfer Abkommen IV). [Wikipedia]
Haager Landkriegsordnung
Die Haager Landkriegsordnung (HLKO) ist die Anlage zu dem während der ersten Friedenskonferenz im Haag beschlossenen zweiten Haager Abkommen von 1899 „betreffend die Gesetze und Gebräuche des Landkriegs”, das 1907 im Rahmen der Nachfolgekonferenz als viertes Haager Abkommen in leicht geänderter Fassung erneut angenommen wurde. Sie ist das wichtigste der im Rahmen dieser Konferenzen entstandenen Haager Abkommen und damit neben den Genfer Konventionen ein wesentlicher Teil des humanitären Völkerrechts. Die Haager Landkriegsordnung enthält für den Kriegsfall Festlegungen zur Definition von Kombattanten, zum Umgang mit Kriegsgefangenen, zu Beschränkungen bei der Wahl der Mittel zur Kriegführung, zur Verschonung bestimmter Gebäude und Einrichtungen von sozialer und gesellschaftlicher Bedeutung, zum Umgang mit Spionen, für Kapitulationen und Waffenstillstandsvereinbarungen sowie zum Verhalten einer Besatzungsmacht in einem besetzten Territorium. Zum Umgang mit verletzten und erkrankten Soldaten verweist die Haager Landkriegsordnung auf die erste Genfer Konvention in den Fassungen von 1864 beziehungsweise 1906. [Wikipedia]

Im Ersten Weltkrieg wurden zum Beispiel dem Deutschen Heer Verstöße gegen die Haager Landkriegsordnung vorgeworfen. Der Versailler Vertrag führt in seinen Artikeln entsprechende Passagen auf.
Charta der Vereinten Nationen
Die Charta der Vereinten Nationen, in Österreich Satzung der Vereinten Nationen, ist der Gründungsvertrag und damit die „Verfassung“ der Vereinten Nationen (UN). Sie enthält auch das Statut des Internationalen Gerichtshofs als Bestandteil. Sie wurde am 26. Juni 1945 durch 50 der 51 Gründungsmitglieder in San Francisco unterzeichnet. Wegen noch nicht abgeschlossener Regierungsbildung in Polen wurde für dieses Land im Dokument ein Freiraum gelassen. Die zugehörige Unterschrift wurde am 28. Juni 1945 geleistet, wodurch Polen zum 51. Gründungsmitglied wurde.[1] Die Charta trat am 24. Oktober 1945 in Kraft, nachdem sie von den damals fünf ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrates (Frankreich, Sowjetunion (seit 1991 die Russische Föderation), China (von 1945 bis 1971 repräsentiert durch die Republik China, seit 1971 repräsentiert durch die Volksrepublik China), Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten von Amerika) sowie der Mehrheit der anderen Unterzeichner ratifiziert worden war. Die Charta als völkerrechtlicher Vertrag bindet alle Mitglieder aufgrund der entsprechenden Bestimmungen des Völkerrechts. Änderungen der Charta erfordern eine Zweidrittelmehrheit der Mitglieder der Generalversammlung, darunter die Zustimmung aller fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates. [Wikipedia]
IKRK
Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). Die Mission des IKRK als unparteiische, neutrale und unabhängige Organisation ist der Schutz des Lebens und der Würde von Opfern von Kriegen und innerstaatlichen Konflikten sowie ihre Unterstützung. Es leitet und koordiniert die internationalen Hilfsaktivitäten der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung bei bewaffneten Konflikten und ist damit nach dem Abkommen von Sevilla das verantwortliche Organ (engl. Lead Agency) der Bewegung für entsprechende Situationen. [Wikipedia]
Im Zeichen der Hilfe
Unser Zeichen
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist die Nationale Rotkreuz-Gesellschaft in Deutschland nach den Genfer Abkommen und als solche Teil der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung mit Hauptsitz in Berlin. Derzeit verzeichnet es etwa vier Millionen Mitglieder. Gegründet am 25. Januar 1921 in Bamberg. Website: www.drk.de
Deutsches Rotes Kreuz
Verbandsstruktur
Das DRK besteht aus dem Bundesverband, 19 Landesverbänden, den Kreisverbänden und Ortsvereinen sowie dem Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e. V. mit seinen 33 DRK-Schwesternschaften.
Der Bundesverband mit Sitz in Berlin hat die Aufgabe, die Zusammenarbeit seiner Mitgliedsverbände durch zentrale Maßnahmen und einheitliche Regelungen zu fördern. Er sorgt für die Einhaltung der Rotkreuzgrundsätze und setzt verbandspolitische Ziele.
Ortsvereine
Standortbestimmung
Die Ortsvereine leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Rotkreuzarbeit, ihre Weiterentwicklung und der Fortbestand ist für die Zukunft beim DRK im Ehrenamt sehr wichtig!
 
"Anscheinend ist diese Erkenntnis nicht mehr opportun - wenn Absichtserklärungen manchmal Realität wären, dann wäre das Leben manchmal perfekt!"
 
Ehrenamt im DRK
Interner Link
Zur Geschichte unseres Ortsvereines - Auszug
Henry Dunant (1828-1910) - In Anerkennung und Würdigung seiner Verdienste um das Rote Kreuz erinnern wir an Henry Dunant. Er gilt als Begründer der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Im Jahr 1901 erhielt er für seine Lebensleistung zusammen mit dem französischen Pazifisten Frédéric Passy den ersten Friedensnobelpreis. Henry Dunant (1828-1910) - In Anerkennung und Würdigung seiner Verdienste um das Rote Kreuz erinnern wir an Henry Dunant. Er gilt als Begründer der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Im Jahr 1901 erhielt er für seine Lebensleistung zusammen mit dem französischen Pazifisten Frédéric Passy den ersten Friedensnobelpreis.
Woher wir kommen, wohin wir gehen...
Der Gedanke zur Hilfe am Nächsten bildet die ideele Grundlage, die den Ortsverein trotz aller gesellschaftlichen Widrigkeiten schon über ein Jahrhundert lang aufrecht erhalten hat.
 
Als eigenständige Körperschaft lassen wir uns von einer nachhaltigen und selbstbestimmten Handlungsweise leiten, die sich einerseits aus unserer Geschichte und andererseits aus den Lebenserfahrungen vieler einzelner Menschen speist. Eine Grundhaltung, die sich durchaus als vorteilhaft erwiesen hat.
 
"Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird für die Zukunft blind!"
Wir befürworten die föderale Struktur des Deutschen Roten Kreuzes in dem Sinne, dass sich unsere Gliederung so besser auf die örtlichen Gegebenheiten einstellen kann.
In dankbarer Erinnerung
"Generationen örtlicher Helferinnen und Helfer haben einen erheblichen Teil ihrer Lebensleistung in den Dienst der Rotkreuz-Bewegung eingebracht. Wir wollen an diese Menschen und ihr gemeinnütziges Werk erinnern!"
Von der Sanitätskolonne zum Ortsverein
Sanitätskolonne - Winterausrüstung Sanitätskolonne - Winterausrüstung
29. März 1900 - Gründung
Der Ortsverein Vöhrenbach wurde noch zu Lebzeiten von Henry Dunant (1828-1910) als Sanitätskolonne vom örtlichen Kriegerverein gegründet. Er dürfte somit zu den älteren DRK-Gliederungen im heutigen Landkreis Schwarzwald-Baar gehören.

Das nebenstehende Foto zeigt sehr anschaulich den doch schon hochwertig anmutenden Ausrüstungsgrad der damaligen Helfer in der Anfangszeit der Sanitätskolonne. Darstellung und Pose des Vöhrenbacher Kolonnenführers Eugen Ankenbrand lassen durchaus ein hohes Anspruchsverhalten an die eigene Erscheinung erahnen.
 
Auch die stattfindenden Sommer/Winter-Übungen wurden mit einer mustergültigen Ernsthaftigkeit durchgeführt, in dieser Zeit wurde dem Zufall nur wenig Raum gelassen. Wilhelminische Zucht und Ordnung charakterisierten diese Epoche.
1908 berichtet das Villinger Volksblatt über eine Übung, der ein Schützen-Scheingefecht voraus ging. Der militärische Zweck der Sanitätskolonne war hier eindeutig ersichtlich, diese wurden ja ursprünglich zur Versorgung verletzter Soldaten ins Leben gerufen. Der kriegerische Waffengang bestimmte hier noch die Denkweise.
Sanitätskolonne - 1912 Sanitätskolonne - 1912
1912 fand mit der Einweihung des Luisenkrankenhauses ein für die Sanitätskolonne herausragendes Ereignis statt. Mit dem Betrieb des neuen Krankenhauses ergab sich auch eine Belebung und Aufwertung der Sanitätskolonne, die nun einen neuen zentralen Anlaufpunkt erhalten hatte.
Der sanitätsdienstliche Ausbildungsstand konnte nun direkt mit den "modernen" Methoden des Krankenhausbetriebes abgestimmt werden.
Eine durchaus günstige Entwicklung für die örtlichen Sanitäter.

Hoher Besuch

Am 13. September 1913 besichtigte die eigens hierfür angereiste Namenspatin, Großherzogin Luise von Baden, das nach ihr benannte Krankenhaus und die zu diesem Ereignis angetretene Sanitätskolonne.
Ein denkwürdiger Tag für alle Beteiligten.
1914 wurde eine große Winterübung der Sanitätskolonnen Vöhrenbach und Furtwangen am Vöhrenbacher Bruderkirchle durchgeführt (16. Januar). Anwesende Ärzte, Beobachter und Teilnehmer der Sanitätskolonnen von Konstanz, Singen, Neustadt, Schwenningen und sämtlicher Baar-Gemeinden waren in die Bergung von Verletzten in schwierigem Gelände mit eingebunden. Auch hier bildete ein angenommenes Gefecht in einem Waldgebiet die Übungsgrundlage. Zu dieser Zeit bestand auch schon ein Frauenverein zur Unterstützung der hiesigen Sanitätskolonne, der ebenfalls an dieser Übung teilnahm. Von einer drohenden Kriegsgefahr wurde aber sicherlich noch nicht ausgegangen, der Frieden war noch ungestört.
Ergänzende Literatur: Vöhrenbach - 1890-1935 - Bildgeschichten aus der Musikwerke-Stadt - Dold Verlag - Seite 64 ff.
 
Mit der deutschen Kriegserklärung an Russland am 1. August 1914 begann der Untergang des Wilhelminischen Zeitalters. Ein durch Eisen und Blut geschaffener Staat endete nun selbst im Krieg.
1914/18 Während der Zeit des I. Weltkrieges erscheinen dann kaum Aufzeichnungen über die Vöhrenbacher Sanitätskolonne. Ein Artikel im Villinger Volksblatt beschreibt allerdings, dass die hiesige Sanitätskolonne ein reiches Arbeitsfeld vorfand!
Johann Fehrenbach Johann Fehrenbach
1921 fand dann ein Wechsel in der Kolonnenleitung statt, Johann Fehrenbach übernahm das Amt vom früh verstorbenen Eugen Ankenbrand.
 
Von den ehemals 13 Mitgliedern der Sanitätskolonne von 1914 waren fünf dem kriegerischen Ringen der Nationen zum Opfer gefallen. Eine harte Zäsur für die Kolonne, die sich nun wieder verstärkt dem Sanitätsdienst widmen konnte. Glanz und Gloria war verschwunden, dafür neue Probleme gegenwärtig.
 
Die nächsten Jahre waren dann wieder mit Übungen, Unterrichtseinheiten und der Verleihung von ersten Ehrenzeichen des Badischen Landesvereins ausgefüllt.
1924 berichtet das Villinger Volksblatt, dass der Kolonne keine Barmittel zur Verfügung stehen, so werden in Kürze "Sammellisten zirkulieren". Der Verfasser schließt mit dem gereimten Spruch: "Ist auch ein Dörfchen noch so klein, drin müssen Samariter sein."
1935 treten dann erstmals weibliche Hilfskräfte in die Sanitätskolonne ein.
Im gleichen Jahr findet auch noch eine Großübung statt, die umliegenden Sanitätshalbzüge von Vöhrenbach, Furtwangen, Bräunlingen und Geisingen, sowie die Sanitätszüge Hüfingen, Villingen und Donaueschingen werden zur Evakuierung des Donaueschinger Krankenhauses alarmiert.
Ein angenommener Fliegerangriff bildete hier das Übungsszenario, der sich in erschreckender Weise dann auch später bewahrheiten sollte.
 
1940 wird ein angenommener Luftangriff auf den Vöhrenbacher Bahnhof für eine Übung herangezogen. Am 14. Oktober 1944 trat dann mit einem Tieffliegerangriff auf die im Schönenbachtal aufgefasste Bregtalbahn, sowie am 10. April 1945 auf das Vöhrenbacher Sägewerk an der Kohlbrücke, der befürchtete Ernstfall ein. Durch Bordwaffenbeschuss und Bombenabwürfe entstand beträchtlicher Schaden, es waren auch Todesfälle zu beklagen.
Ergänzende Literatur: Ausweglos ...! - Letzter Akt des Krieges im Schwarzwald, in der Ostbaar und an der oberen Donau Ende April 1945 - von Hermann Riedel.
Schweizer Spende Schweizer Spende
1946 "Hungerzeit! Wer hilft in der Not?"
Es werden Schulspeisungen im Rahmen der Schweizer Spende [Wikipedia] durchgeführt, eine dankenswerte Hilfsaktion unseres Nachbarlandes der Schweiz.
Mit der Schweizer Spende (1944-46) wurden die Hilfstätigkeiten in achtzehn europäischen Ländern inklusive Deutschlands finanziert, nach heutigem (2005) Wert etwa eine Milliarde Schweizer Franken.
1948 Gründung Badisches Rotes Kreuz (BRK) - [Wikipedia].

1956
wurde das erste Motorfahrzeug, ein VW-Kastenwagen der mit Tragen ausgestattet war, angeschafft. Er diente hauptsächlich dem Krankentransport und stellte eine deutliche Verbesserung dar.
In den Folgejahren wurde der Rettungsdienst, als tragender Pfeiler des Ortsvereins, kontinuierlich auf-/ausgebaut.
Mercedes-Benz KTW, Typ 190, Ausstellung 150 Jahre DRK Mercedes-Benz KTW, Typ 190, Ausstellung 150 Jahre DRK
1959 kam dann ein Mercedes-Benz Krankenwagen Typ 190 zum Einsatz. Der damalige Preis für den kompletten Um- und Aufbau als Typ "Bayern" betrug 7.134,65 DM.
Wer kann sich noch an dieses Fahrzeug erinnern, existieren hier noch Fotos?

 
Bis 2014 wurden dann Mercedes-Benz Krankenwagen in der Ausführung "Hoch/Lang" genutzt (Binz, Miesen), aktuell befindet sich ein Mercedes-Benz Vito Transporter als HvO-Fahrzeug im Einsatz.
1975 konnte der Ortsverein seinen 75. Geburtstag im würdigen Rahmen begehen, die Leistungsfähigkeit wurde mit einer Übung demonstriert. Unterstützend war hier der Ortsverein Furtwangen mit einbezogen.
Von 1956 bis 1975 hatte der Ortsverein Vöhrenbach bereits vier Fahrzeuge angeschafft und eine Fahrstrecke von 250.000 km zurückgelegt.
Übung von 1975 - Vöhrenbacher Sportplatz
Übung von 1975 - Vöhrenbacher Sportplatz
1999 musste der Ortsverein den Rettungsdienst notgedrungen aufgeben, die Professionalisierung und Verschärfung der Helferausbildung konnte mit ehrenamtlichen Kräften nicht mehr umgesetzt werden. Auch die finanziellen Rahmenbedingungen (Budget) ließen eine Fortführung dieses Dienstes als nicht mehr sinnvoll erscheinen. Seit dieser Zeit stellt der Ortsverein eine SEG-Gruppe, die als Helfer-vor-Ort im Rahmen der Notfallkette ausrückt.
 
"Die Einstellung des rettungsdienstlich organisierten Krankentransportes stellte damals einen schmerzhaften Einschnitt dar, dieser Bruch wirkt bis in die heutige Zeit noch hinein!"
 
2000 wurde das 100-jährige Jubiläum im Rahmen eines Festaktes begangen. 100 Jahre, die viel Höhen und Tiefen mit sich brachten, in denen Gesellschaftsstrukturen kamen und gingen.

2014 Indienststellung eines spendenfinanzierten Mercedes-Benz Vito Transporters als Helfer-vor-Ort / Mehrzweckfahrzeug.
Das schon als betagtes Gebrauchtfahrzeug angeschaffte Altfahrzeug war nach nahezu 25 Jahren Fahrzeit und einer Fahrleistung von über 500.000 km nicht mehr einsatzfähig.
 
Planung Ausrichtung auf zukünftige Herausforderungen, Neubewertung der Bereiche Aufgabenfelder und HelferInnen-Gewinnung - "Wo stehen wir, was wollen oder können wir noch erreichen?"
In eigener Sache
"Edel sei der Mensch, hilfreich und gut; denn das allein unterscheidet ihn von allen Wesen, die wir kennen."
Johann Wolfgang von Goethe
Quo vadis - Wohin gehst Du? Quo vadis - Wohin gehst Du?
Neue Herausforderungen!
Wir müssen selbstkritisch eine schleichende Veränderung im Umfeld der allgemeinen Rotkreuzarbeit zur Kenntnis nehmen.
 
Der demographische Wandel und die Erosion gesellschaftlicher/systemischer Strukturen führen zu einer Veränderung unserer Rahmenbedingungen, erste Auswirkungen können wir bereits schon feststellen. Es geraten hier einige Dinge in Bewegung, denen wir zeitnah begegnen müssen.
 
Die in den Ortsvereinen noch traditionell verankerte Hauptausrichtung auf den klassischen Sanitätsdienst wird den zukünftigen Anforderungen sicherlich nicht mehr umfänglich gerecht. Inwieweit die Rotkreuz-Gemeinschaften auf diesen Trend vor Ort reagieren können, ist noch nicht absehbar. Zu verschieden sind die anzutreffenden Erfordernisse.
Was die Zukunft uns letztlich bringen wird wissen wir nicht, wir werden aber unserem Grundsatz: "wo Not herrscht, muss auch Hilfe möglich sein!", so lange wie möglich treu bleiben.
  
Ortsverein Vöhrenbach